Jahrestag – Meine Erfahrungen der letzten 12 Monate

Heute ist ein besonderer Tag!Heue ist ein besonderer Tag! Warum? Ich bin heute genau 12 Monate unterwegs um zu reisen, meine Grenzen, neue Kulturen und viele, viele neue Dinge kennen zu lernen.

Wenn mich jemand frägt: „Wie läufts in deinem Urlaub?“ Dann muss ich ihm erst einmal klar machen, dass ich nicht im Ausland bin um meinen Bauchspeck in der Sonne zu braten und mich auszuruhen.

So, kommen wir zu dem, was ich bisher lernen und erfahren durfte:

  1. Mache keine Pläne! Wenn man etwas plant, ändert sich das spätestens eine Stunde später
  2. Unsere geplanten 5€ pro Tag sind ein sehr geringes Budget. Wir sind ca. bei 7€ am Tag pro Person angelangt.
  3. Ich bin lieber in der freien Natur als in der Stadt
  4. Trotz geringem Budget, sich hin und wieder etwas leckeres zu leisten, ist das Größte
  5. Ich schlafe lieber irgendwo in der Pampa als in einem Hotel oder Hostel
  6. In der Hängematte ist sehr viel bequemer als auf der Isomatte zu schlafen.
  7. Einheimische, die es wirklich nur nett mit dir meinen, können richtig nervig werden
  8. Man bekommt einen sehr freien Kopf wenn man tagsüber mit dem Fahrrad fährt. Das ist für mich eines der schönsten Dinge auf der Welt.
  9. 50 km am Tag zu fahren ist sehr einfach und macht mir mehr Spaß als zum Beispiel 100 km am Tag zu fahren. Warum? Man nimmt sehr viel mehr wahr.
  10. Hin und wieder mag ich trotzdem auch die Herausforderung und genieße das Gefühl auf die Karte zu blicken und zu sehen, wie weit man mit dem Fahrrad und seinem „Zu Hause“ fahren kann.
  11. Man merkt jedes Kilo Gepäck. Am Flughafen wurde es eindeutig. Mein Bike wiegt insgesamt, ohne Essen und Trinken, 65kg. Jap, das ist einiges…
  12. Man kann nicht sagen welches Land das „beste“ Land ist. Jedes Land hat seinen eigenen Charakter.
  13. Ja, wirklich jedes Land ist verschieden.
  14. Je mehr man sieht, desto mehr will man sehen.
  15. Langweilig? Man hat gefühlt weniger Zeit als im „normalen“ Alltagsstress.
  16. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Die Uhrzeit und das Datum rücken in den Hintergrund.
  17. Es wird normal, abnormale Dinge zu sehen und zu entdecken. Ich muss mir öfters klar machen, wie schön es ist was ich mache und wie Dankbar ich dafür bin, diese Chance genutzt zu haben.
  18. Bei mehr als 2 „Rest days“ werde ich körperlich und im Kopf faul und mir fehlt das tägliche Entdecken neuer Dinge
  19. Wenn die Muskulatur nicht mehr will, hilft die Willenskraft. Sie ist stärker als ich je gedacht hätte.
  20.  Ein emotionales Tief? Hatte ich noch nicht. Dies kann aber auch daran liegen, dass man sich zu zweit immer aufbauen kann wenn man ein wenig schlecht drauf ist. Außerdem hilft da Musik = Bob Marley!
  21. Musik beim Fahrrad fahren? Manchmal, wenn die Straße schlecht ist und die Landschaft „öde“.
  22. Viel Verkehr ist anstrengender als jeder Berg. Am anstrengendsten ist aber Gegenwind! Vor allem für den Kopf, da man sich bei Gegenwind sehr schnell aufregen kann.
  23. Es liegt zu viel Müll in der Natur herum. Warum bist du so blöd, Menschheit?
  24. Die Welt ist trotzdem Wunderschön! Und ich bin froh so viel davon sehen zu dürfen.
  25. Als Mensch mit deutschem Pass ist man in der Regel überall beliebt.
  26. Sich Vegetarisch oder auch Vegan zu ernähren ist auch auf einer Reise nicht sehr schwer, außer man wird eingeladen, dann esse ich aus Höflichkeit auch mal Fleisch.
  27. Mein Englisch ist sehr viel besser geworden, ich lese zur Übung auch englische Bücher.
  28. Lesen? Hab ich vor der Reise noch nie wirklich gemocht. Jetzt liebe ich es!
  29. Vermisse ich den riesigen Flatscreen zu Hause? Nein, wirklich nicht. Ich hätte auch gar keine Zeit dafür.
  30. Das Fernweh wächst und wächst, selbst nach einem Jahr noch.
  31. Heimweh? Ich vermisse meine Freunde, Familie und natürlich meine Freundin. Doch ist das dann schon Heimweh?
  32. Gute Kopfhörer sind schön und gut, doch ich vermisse meine 5.1 Anlage. 😀
  33. Es sind nicht alle Muslime Terroristen, ich habe das überprüft!
  34. Gastfreundschaft genießt man in jedem Land!
  35. Es gibt sehr viel mehr nette Menschen als es böse gibt, ja auch im bösen Ausland, sogar besonders da.
  36. Was ist das schönste Gefühl auf Erden? Frei zu sein! Was Freiheit ist? Ich glaube für jeden ist Freiheit etwas anderes!
  37. Ich habe surfen gelernt
  38.  … und natürlich auch klettern
  39. Sich mit Zeichensprache zu verständigen geht sehr oft ziemlich gut, kann aber auch verwirrend sein.
  40. Man freut sich über jede Kleinigkeit. Sogar über Essen, das man auf der Straße findet.
  41. Von Patrick lerne ich einiges über Fotografie
  42. Ich bin selbstbewusster geworden. Einfach irgendjemanden ansprechen und etwas fragen? Ja, da musste ich mich früher etwas überwinden.
  43. Existenzängste? Warum sollte ich diese haben?
  44. Gebe etwas und du bekommst mehr zurück.
  45. Dankbarkeit! Ich bin viel Dankbarer als früher.
  46. Hitze und Kälte. Ja damit hat man zu kämpfen, wenn man kein klimatisiertes zu Hause hat.
  47. In der Natur aufs Klo gehen. Ja, auch das muss geübt sein.
  48. Die Menschenkenntnisse werden besser
  49. Beurteile nie einen Menschen nach dem Aussehen oder verurteile Ihn nicht ohne Ihn kennengelernt zu haben. Nach 5 Minuten weißt du wie der Mensch dir gegenüber wirklich tickt.
  50. Reparaturen? Kabelbinder! Meistens kann man sich damit eine Lösung basteln.
  51. Ich bin noch positiver Gelaunt als sonst. Die die mich kennen, werden das nicht glauben können.
  52. Man fühlt sich manchmal wie ein Superstar. Hier ein Selfie, dort ein Selfie. Meistens ganz witzig, doch oft auch stressig.
  53. Würde ich für jedes „Hello“ das einem hinterher gerufen wird, einen Euro bekommen, wäre ich Multi-Millionär.
  54. Immer dieselben Fragen zu beantworten wird mit der Zeit anstrengend.
  55. Die „Wie viel kostet das …?“ Fragen beantworte ich meistens mit einer Lüge.
  56. Diese Reise ist mein Leben geworden und ich werde in meinem Leben noch sehr viel mehr Reisen wenn ich wieder „zu Hause“ bin, dann aber mit meiner Freundin.
  57. Ich habe sehr viel Respekt vor meiner Freundin!  Am einfachsten wäre es, zusammen weiter zu Reisen.
  58. Die Reise jetzt abzubrechen könnte ich mir nicht vorstellen.
  59. Mit dem Fahrrad zu reisen ist im Moment für mich das beste, in manchen Situationen aber nicht perfekt.
  60. Berge sind anstrengend, jedoch auch am schönsten.
  61. Über Religion und Politik zu reden ist nicht sehr einfach.
  62. Ich finde es unglaublich, dass alles was man im Leben braucht auf ein Fahrrad passen kann!
  63. Ich habe es lieben gelernt, nicht zu wissen was am nächsten Tag kommt oder wo man schlafen wird!
  64. Ich lebe mehr im Hier und Jetzt als in der Zukunft oder der Vergangenheit.
  65. Ich bin mit mir und meinem Leben so zufrieden wie noch nie.
  66. Duschen wird allgemein überbewertet und man kann auch ohne Dusche leben. (Flüsse Seen etc.)
  67. Man muss sich treiben lassen, ansonsten wird man auf so einer Reise nicht glücklich
  68. … und noch viel mehr!

Ich habe mich definitiv verändert. Psychisch und auch physisch. So eine Reise prägt einen Menschen mehr als alles andere. Ich glaube, dass sich die Welt zum besseren wenden würde, wenn mehr Menschen reisen würden, denn Vorurteile die jeder Mensch über andere Menschen hat, werden hauptsächlich widerlegt.

Ich hoffe ich konnte Dich ein wenig inspirieren! Geh in die weite Welt hinaus, egal ob es eine Woche oder 5 Jahre sind! Es wird dich glücklicher machen als vor dem Fernseher die Nachrichten anzuschauen, das kann ich dir garantieren. 😉


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7 Gedanken zu “Jahrestag – Meine Erfahrungen der letzten 12 Monate”

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